Vereinfacht gesehen ist equitron-pro ein sehr starker Generator, der magnetische Impulse höchster Intensität erzeugt und über eine einzigartige Impulsgebung verfügt. Ein Kondensator wird von einem Netzgerät auf eine einstellbare Spannung aufgeladen.

Die im Kondensator gespeicherte Energie wird über die Behandlungsschlaufe in einem LC-Schwingkreis entladen, indem ein patentierter Hochspannungsschalter zwischen Kondensator und Spule geschlossen wird.
Der Entladestrom aus dem Kondensator fließt als kurzer Impuls durch die Spule. Der Stromimpuls induziert in der Spule ein Magnetfeld. Dieses klingt als gedämpfte Schwingung ab, bis der Kondensator entladen ist. Die gesamte Entladung dauert ca. 110 Mikrosekunden.
Was zeigt die Forschung?
Zellulärer Wirkmechanismus: Aktuelle wissenschaftliche Übersichtsarbeiten zu gepulsten elektromagnetischen Feldern (PEMF) beschreiben eine rezeptorvermittelte Signalübertragung über Adenosin-A2A- und A3-Rezeptoren der Zellmembran. Diese aktivieren unter anderem den Wnt/β-Catenin- und den MAPK-Signalweg, was die Bildung von Bindegewebe wie Kollagen und Knorpelmatrix unterstützen und Entzündungsmediatoren reduzieren kann.
Anerkannte Anwendung – Knochenheilung: Für die Knochenheilung ist die Wirkung von PEMF sogar behördlich anerkannt: Die US-amerikanische FDA hat PEMF bereits 1979 zur Behandlung von Pseudarthrosen (ausbleibender Frakturheilung) zugelassen.
Sehnengewebe – Studie von Gehwolf et al. (2019): In Kooperation mit healthfactories GmbH untersuchte eine Forschungsgruppe um Prof. Dr. Andreas Traweger (Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg) gezielt die Wirkung von hochenergetischen PEMF-Impulsen (HECT) auf Sehnengewebe. Dafür wurden 3D-Sehnenkonstrukte zuvor mit dem Entzündungsbotenstoff Interleukin-1β behandelt, um eine Tendinopathie (Sehnenschaden) nachzubilden. Die anschließende Transkriptom-Analyse zeigte, dass die PEMF-Behandlung zahlreiche biologische Prozesse beeinflusst – unter anderem den Umbau der extrazellulären Matrix sowie eine deutlich verringerte Apoptoserate (programmierter Zelltod). Zudem wurden schützende Signalwege der Il-6/gp130-Familie sowie der Il-1β-Rezeptor Il1r2 aktiviert, was auf eine entzündungshemmende (zytoprotektive) Wirkung hindeutet.
Zur Einordnung: Die Untersuchung wurde an Zellkulturmodellen (3D-Konstrukte aus Ratten-Achillessehnenzellen) durchgeführt, nicht an lebenden Pferden. Sie liefert damit einen fundierten, peer-reviewten mechanistischen Beleg für die zelluläre Wirkweise von PEMF/HECT auf Sehnengewebe – ersetzt aber keine klinische Studie am Pferd selbst.
Quelle: Gehwolf, R.; Schwemberger, B.; Jessen, M.; Korntner, S.; Wagner, A.; Lehner, C.; Weissenbacher, N.; Tempfer, H.; Traweger, A. (2019): Global Responses of Il-1β-Primed 3D Tendon Constructs to Treatment with Pulsed Electromagnetic Fields. Cells, 8(5), 399. https://doi.org/10.3390/cells8050399
Fazit: Die Grundlagenforschung zu PEMF liefert plausible zelluläre Wirkmechanismen für Zellsignalwege, Entzündungsprozesse und Gewebeaufbau – für Sehnengewebe speziell durch die Studie von Gehwolf et al. mechanistisch untermauert. Wir setzen equitron-pro als einen von mehreren Bausteinen im Gesamtkonzept ein – basierend auf dieser Forschung und unserer praktischen Behandlungserfahrung, nicht als pauschales Heilversprechen.
